Die Farbenpracht des Shetland Sheepdogs ist legendär. Von goldenen Tönen bis hin zu kunstvollen Marmorierungen bietet der Sheltie-Standard eine Palette, die kaum Wünsche offen lässt. Doch hinter jeder Farbe steckt eine ebenso spannende Genetik.
Sable (Zobelfarben)
Die verbreitetste Farbe. Sie reicht von hellem Gold bis hin zu tiefem Mahagoni. Das Fell ist oft „schattiert“ mit schwarzen Spitzen.
Tricolour
Ein tiefes Schwarz am Körper mit leuchtend braunen (Tan) Abzeichen im Gesicht und an den Läufen sowie den typischen weißen Markierungen.
Blue Merle
Ein silbriges Blau, gesprenkelt mit Schwarz. Die Augen können bei dieser Farbe faszinierende blaue Anteile haben.
Schwarz-Weiß / Schwarz-Braun
Seltener als die anderen Farben, aber ebenso elegant. „Schwarz-Weiß“ (Bi-Black) verzichtet komplett auf die braunen Abzeichen.
Wichtige Weiße Abzeichen
Alle Sheltie-Farben (außer Bi-Black und Bi-Blue) zeigen weiße Abzeichen in unterschiedlichem Ausmaß. Typisch sind die Blesse, der weiße Kragen, weiße Läufe und eine weiße Schwanzspitze. Ein zu hoher Weißanteil am Körper ist jedoch im Standard nicht erwünscht.
Achtung: Double Merle
Die Verpaarung von zwei Blue-Merle-Hunden ist strengstens untersagt (Qualzucht). Die Welpen werden oft weiß geboren und leiden unter schweren Seh- und Hörbehinderungen. Seriöse Züchter lassen ihre Hunde immer genetisch testen.
Farbveränderung im Alter
Wussten Sie, dass viele Shelties erst mit zwei bis drei Jahren ihre endgültige Farbe haben? Besonders Sable-Hunde können als Welpen sehr hell wirken und später stark nachdunkeln. Auch das Tricolour braucht Zeit, um seine volle Farbtiefe zu entwickeln.
Experten-Zusammenfassung
Egal ob Zobel, Blue Merle oder Tricolour – jede Sheltie-Farbe hat ihren eigenen Charme. Während die Optik oft das erste Auswahlkriterium ist, sollte beim Welpenkauf immer das Wesen und die Gesundheit an erster Stelle stehen. Ein guter Züchter wird Ihnen erklären können, welche Gene die Farbe Ihres Traumhundes bestimmen.