Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine der bekanntesten orthopädischen Erkrankungen beim Hund. Auch wenn der Sheltie im Vergleich zu größeren Rassen seltener betroffen ist, spielt die HD-Vorsorge eine zentrale Rolle für ein schmerzfreies Hundeleben und eine verantwortungsvolle Zucht.
Was ist Hüftdysplasie beim Sheltie?
Bei einer HD passen der Oberschenkelkopf und die Hüftpfanne nicht optimal ineinander. Diese Instabilität führt langfristig zu einem schmerzhaften Gelenkverschleiß (Arthrose). Da HD eine starke genetische Komponente hat, ist das offizielle HD-Röntgen für Zuchthunde im VDH Pflicht.
Die offiziellen HD-Grade
Symptome und Früherkennung
Oft zeigen sich erste Anzeichen erst im Alter, doch bei schwerer HD können schon Junghunde auffällig werden:
- Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Treppensteigen.
- „Hasenhoppeln“ beim schnellen Rennen (beide Hinterbeine gleichzeitig).
- Deutlich hörbares Knacken in den Gelenken.
Prävention im Alltag
Auch wenn die Gene die Basis legen, entscheidet die Aufzucht über den Verlauf. Achten Sie besonders im ersten Lebensjahr auf:
Keine extremen Belastungen (große Sprünge, abruptes Stoppen) vor dem 12. Monat.
Jedes Gramm zuviel belastet die noch weichen Gelenke des Welpen unnötig.
Ein guter Start beim Züchter
Seriöse Züchter lassen ihre Zuchthunde ab einem Alter von 12 oder 15 Monaten röntgen. Achten Sie beim Welpenkauf auf HD-freie Eltern (HD-A oder HD-B). Dies ist die beste Versicherung für ein langes, aktives Leben Ihres Shelties ohne orthopädische Schmerzen.