Seit 2001 beschäftige ich mich mit Slotcars. Angefangen hab ich mit einer Grundpackung “Carrera Go!!! F1“ , macht sehr viel Spaß. Nur die Strecke mit etwas über 5 Meter war natürlich zu kurz. Als loslaufen und Schienen kaufen. Später kamen dann noch 2 Grundpackungen, sowie einzelne Auto´s dazu. Nach 2 Wochen war die Zeit auf dem Fußboden dann vorbei und über zwei alte Tische wurden Spanplatten gelegt, alter Teppich darüber und schon konnte man viel schöner fahren. Der Streckenverlauf wechselte fast wöchentlich. Trotz des ständigen Umbauens, so richtig Spaß wollte sich nach einer Weile nicht mehr einstellen. Driften mit “Go!!!’s“ war (fast!) unmöglich, fahren ohne Magnet genauso.

Ein Bekannter erzählte mir eines Tages von einer Carrera Universal , “muss ja ein tolles System sein“, dachte ich mir. Bei Ebay ein Grundset aus längst vergangenen Tagen gekauft. Die Auto´s waren bis auf die Reifen brauchbar und der Zustand der Schienen war bis auf ganz leichten Flugrost gut, der Trafo fehlte leider. Also Trafo und Reifen besorgt. Es war super, genau das was ich bei der “Go!!!“ vermisst hatte. Tolle Drifts in den Kurven, war man zu schnell drehte man sich um und fuhr in die Gegenrichtung, manches mal flog man auch raus. Das sollte es dann sein, also Go!!! verkauft, Universalteile bei Ebay gekauft. Nach und nach entstand so der Spieshof Ring.

Jetzt begann ich auch mehr um die Bahn zu bauen. Landschaftsbau. Eine Boxengasse, Berge , Wiesen etc. Über Internet konnte man sich gut in diversen Foren mit Leuten unterhalten und so lernte ich Jungs aus der Nachbarschaft kennen.
Irgendwann schleppten sie mich zum ersten mal in ein Renncenter.
Und da war es um mich geschehen.

Jetzt konnte man richtig Rennen fahren, Mann gegen Mann :) supi. In den nächsten Wochen und Monaten spielte sich mein Sloterleben nur noch im RC ab. Die Uni war fast vergessen. Moderne 2 Leiter waren auf meiner Bahn nicht zufahren. Zu steil die Kurve und die Überfahrt. Es kam wie es kommen musste, immer mehr 1:32 eroberten meinen Bastelkeller. Anfangs noch mit Magnet schnell aber auch ohne, dann nur noch ohne. Am Wochenende, wenn die Familie Einspruch einlegte, wurde die Universal gefahren. Irgendwann beschloss ich mir eine 2 Leiterbahn zu kaufen, um die Autos besser abstimmen zu können.

Die Wahl fiel auf eine “Ninco M3 Racing“, ein schwerer Fehler wie ich heute weiss. Zuviel Grip auf der Ninco-Schiene. Zum Abstimmen war die nicht wirklich geeignet. Die Uni war abgebaut und gut eingelagert. Selbiges Schicksal sollte die Ninco auch erfahren. Januar 2004 war es dann wieder so weit.

Bei einem Treffen in Hude bin ich zum ersten Mal 1:24 Scaler gefahren ..........wau......... was ganz anderes. Machte super viel Spaß. Monate lang liessen mir diese Scaler keine Ruhe. Ab und zu konnte ich mal einen Wagen von einem Bekannten im RC fahren und dann beschloss ich: “jetzt bau ich mir selber einen Wagen“. Zwar noch nie Modellbau gemacht, aber egal.

Also los einen “Revell M1 Procar“ gekauft, Chassis “Plafit Excel Pro Racing“, SSH Felgen (die normalen), Wiesel Reifen, Kleber, Farbe direkt mit dabei. Es kam wie es kommen mußte, wieder einmal. Das Auto ist bis heute nicht fertig. Ich machte fast alle Fehler die man nur machen kann als Anfänger. Man hätte mal die Profis im Scaleforum fragen sollen.

Die Lackierung wollte einfach nicht gelingen. 2 mal entlackt und doch wieder nix geworden. Aber aufgeben gilt nicht, ein neuer Bausatz wurde gekauft und gleich ein neues Chassis dazu. “Tamiya Porsche 962C FromA” mit “Plafit Excel Full Racing”.

Der ist fertig geworden, was mein erster nie schaffte. Und was soll ich sagen....ich mach weiter. Bei jedem Auto einen Schritt mehr. Vielleicht schaffe ich es nach dem 30. Auto einen 20 Punkte Wagen laut DSC zu bauen. "Übung macht den Meister". 

Und es wird schon immer besser.

In September 2005 war es dann so weit. Nach dem 11 Punkte GT40, einem Renault Alpine mit 15 Punkten und einer Cobra 427 mit 18 Punkten. Entstand mein erstes 20 Punkte Car. Ein Ferrari 330P4 mit Schöler Edelstahl Chassis. Zum DSC-Cup Lauf in Siegen wurde er bewertet. Ich war stolz wie Oscar. Das er auch noch super lief war dann eigentlich nebensächlich.

Das nächste Car sollte auch 20 Punkte erhalten, doch es kam nicht dazu. In zwischen bin ich der festen Meinung das jedes Car danach schwieriger zu bauen ist. Man möchte noch perfekter werden, wird kritischer in der Betrachtung seiner Arbeit. Und so verkrampft man zusehender.

Zwischenzeitlich beschäftige ich mich mehr mit SLP (Slotlangstreckenpokal) Autos. In dieser Serie wird sehr viel auf die technische Seite geachtet. Das beginnt mit der Optimierung von Serienchassis und endet bei der Entwicklung von Eigenbauchassis. Für  mich die Möglichkeit noch mehr aus den Autos heraus zu holen. Zu lernen wie man ein Chassis richtig aufbaut, wo man es verbessern kann. Sicherlich werde ich auch weiter Autos nach DSC (DeutscheSlotClassic) und DSTW (DeutscheSportundTourenwagenmeisterschaft) mit Conc. bauen, Aber nicht mehr ganz so verbissen wie am Anfang.   

2009....... das Ende der Slotcar Zeit ist beschlossen worden, nicht überall sondern nur bei mir. Gründe gibt und gab es viele welche mich bewogen haben den Regler auf regionaler Ebene an den Nagel zuhängen.

Clubintern werde ich noch aktiv sein. Die Freunde von der Slotscheune sind mir zu wichtig. Vielleicht fahre ich das eine oder andere Rennen in der DSC-Euregio und/oder in den benachbarten Clubs mit. Aber nur um Spaß zu haben oder wenn das Wetter zu fliegen nicht passt.

Ja.... Fliegen ist meine neue Leidenschaft. Modellfliegen. Zur bemannten Fliegerei hab ich mich noch nicht durchringen können:). Ist ja dann auch eine Frage der Finanzen *grins*

Seit Mai 2009 sieht man mich auf den Flugplätzen um Erkelenz und Umgebung. Wo ich versuche mein Flugzeug sicher in die Luft, durch diverse Manöver und wieder sicher zum Boden zurück zubringen.

Aller Anfang war schwer. Der Erste Flieger war eine Mustang P-51 von Conrad. Das Teil flog gar nicht. Erst ein Umbau durch meinen Freund und Fluglehrer Mike brachten das Teil in die Luft.  Die Mustang gibt es nicht mehr :( eines schönen Tages entschwand Sie aus der Reichweite der Fernsteuerung und dann unkontrolliert in den Boden zu stürzen.

6 Stunden haben wir zu 4 das Getreidefeld ergebnislos abgesucht (Danke Mike, Frank und Dennis für eure Hilfe) 2 Wochen später wurde sie dann durch Zufall im benachbarten Kartoffelacker  gefunden.

Der LiPo war hin, aber die restliche Technik wurde ausgebaut. Teile davon hab ich in der Motte ähm sorry Tiger Mothe verbaut. Nach der Mustang kaufte ich den Multiplex Mentor und eine 2. Fernsteuerung. Ab dem Moment ging das Lernen richtig los.

Mit den vielen Tipps von Michael D. , Mike E. Guido D. und ein paar anderen netten Fliegern und der Möglichkeit ab und zu beim Michael auf dem Simulator zu fliegen. Hab ich es im September soweit im Griff ganz alleine zu fliegen. 6 Monate hat es nur gedauert. 2 Abstürtze waren es bis jetzt nur *auf Holz klopf*

Noch bin ich Anfänger doch irgendwann auch ein erfahrener Modellflieger. Der Sonnengebräunt sich an den Modellen erfreuen kann.

Ach ja. Mein altes Hobby hab ich durch die Fliegerei auch wieder entdeckt. :)